75 Jahre Gemeinde Neureichenau & Einführung Dreisesselprinzessin Marlene I.

Im Jahr 2011 wurden 400 Jahre Reichenau mit einem großen Fest gefeiert. Heuer, im Jahr 2026 haben wir wieder einen Grund zu feiern: 75 Jahre Gemeinde Neureichenau.
Dieses Jubiläum wurde in einem kleinen, aber nicht weniger festlichem Rahmen im Stiftermuseum gefeiert.

Bürgermeisterin Kristina Urmann blickte in ihrer Ansprache auf die Geschichte zurück. Hier ein paar Eckpunkte zur Entstehung der Gemeinde:
Im Jahr 1879 erging ein Schreiben des königlichen Bezirksamtes Wolfstein an die Gemeinden Altreichenau, Gsenget und Schimmelbach mit der Aufforderung diese Gemeinde zusammenzulegen. Der damaligen Gemeindeausschüsse lehnten dies jedoch mit der Begründung ab, dass das zwar Vereinfachungen bringen könne, jedoch das Gebiet für einen Gemeindediener zu groß wäre.
Jede Gemeinde müsste wieder eigene Gemeindeboten einstellen. Statt einer Erleichterung würden höhere Kosten anfallen. Erst am 22. Dez. 1945 setzte die amerikanische Militärregierung wieder
Strukturen einer Gemeinde ein. Die vorher selbstständigen Gemeinden Gsenget, Lackenhäuser und Klafferstraß wurden in die Gemeinde Neureichenau eingegliedert. Altreichenau blieb weiterhin selbstständig. Ab 1947 wurden Gsenget, Klafferstraß und Lackenhäuser wieder eigenständig. Im Dezember 1950 jedoch verfassten die Gemeinderäte von Schimmelbach einen Antrag an das bayerische Innenministerium, den Gemeindenamen von Schimmelbach auf Neureichenau zu ändern. Die Zustimmung der bayerischen Staatsregierung kam am 27. April 1951 und wurde am 08. Juni des selben Jahres.

Daher sind es jetzt 75 Jahre Jahre Namensgebung Gemeinde Neureichenau. Später folgte die Eingemeindung der weiteren Ortsteile.
Nach dem offiziellen Teil gab es noch Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch. Wer mehr zur Geschichte unserer Gemeinde erfahren möchte, ist eingeladen die
Ausstellung 75 Jahre im Stiftermuseum zu besuchen.

Amtseinführung Dreisesselprinzessin Marlene I.

Nach drei Jahren im Amt verabschiedet sich die amtierende Dreisesselprinzessin Kerstin I. von ihrer Aufgabe als Repräsentantin der Gemeinde Neureichenau.
Bürgermeisterin Kristina Urmann dankte ihr herzlich für ihr großes Engagement und ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Zahlreiche Termine haben sie gemeinsam wahrgenommen. Mit ihrer offenen und herzlichen Art fand Kerstin I. stets den richtigen Zugang zu den Menschen und vertrat die Gemeinde mit viel Charme.

Ihre Nachfolge tritt Marlene Ramesberger aus Breitenberg an. Sie ist eng mit der Dreisesselregion verbunden, ehrenamtlich engagiert und freut sich ihre neue Tätigkeit. Mit der feierlichen Amtseinführung trägt sie nun den Titel Marlene I. Sie blickt ihrer neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen. Besonders am Herzen liegt ihr, die Dreisesselregion und ihre Heimat bestmöglich zu repräsentieren.

v. l. Marlene I., Adalbert Stifter (Leonhard Ascher), Kristina Urmann, Kerstin I